Director`s Statement Das Sprungbrett Santa Maria liegt am Strand von Porto da Barra in Salvador/Bahia, Brasilien. Es ist ein magischer Anziehungspunkt für Kinder aller Altersgruppen und sozialer Schichten. Mangels öffentlicher Freizeitangebote verwandeln die Kinder das Sprungbrett am Fort in ihren täglichen Spieltempel, teilen Erfahrungen und den Ausdruck von Kreativität. Der Film betrachtet eingehend diesen innersten Kern von Charakteren und ist das Ergebnis von Vor-Ort-Beobachtungen des Autors und Regisseurs, der in seiner Kinder- und Jugendzeit in diesem Viertel gewohnt hat. Der Film wurde in einer Form „ethnographischer Fiktion“ basierend auf wahren Beobachtungserfahrungen realisiert. Die Geschichte behandelt und diskutiert die täglichen Dramen dieser Gruppe von Freunden. Es sind menschliche Tragödien, voller Gewalt, Abenteuer, Spannung, Humor, Romantik und visueller Poesie. Im Jahr 2011, zwanzig Jahre nach der Erlassung des „Statute of Children and Adolescents“ (Gesetz für Kinder und Jugendliche) setzt der Film ein bedeutungsvolles Zeichen, das die Reflektion einer Welt ist, in der Kinder in verachtungswürdigen Realitäten leben, wie Kinderarbeit, Prostitution von Minderjährigen, Rassismus, Kriminalität und sexueller Ausbeutung. „Das Sprungbrett“ | Trampolim do forte ist ein Film, der die Bedeutung der Kindheit behandelt und ist ein Beleg dafür, wie wichtig und essentiell es für die Entwicklung von Kindern ist, wirkliche Freizeit zum Spielen und Träumen zu haben, um die fundamentalen Werte der Menschheit zu leben und zu lernen, wie Respekt vor Unterschieden, Freundschaft und Solidarität.
“Trampolim do Forte” ist ein Filmprojekt, das mit viel Herzblut und großer Kraft, Kreativität und professioneller Kompetenz in innovativer Arbeits-weise entstanden ist. Es ist die erste Koproduktion von Doc Doma Filmes (Salvador) und Uwe Dresch Film (Köln). Neben einer Besetzung mit ausgebildeten jungen Schauspielern, die in Brasilien etabliert sind, arbeitet „Trampolim do forte“ außerdem mit rund fünfzehn Kindern, die Laiendarsteller sind und hauptsächlich aus armen Gemeinden in Salvador stammen. Die Koproduktion hat im Vorfeld der Dreharbeiten eine Reihe von Trainingsveranstaltungen mit diesen Kindern durchgeführt, die sowohl als Darsteller im Film als auch hinter der Kamera als Praktikanten zum Einsatz gekommen sind. Mit dieser parallelen sozialen Bildungsarbeit haben wir ein Netzwerk der Reflektion und Aktion gegen die in der Geschichte des Films angesprochenen Probleme geschaffen. “Trampolim do Forte” wurde auf einer starken Basis institutioneller Beziehungen realisiert, was die Harmonie und Konsistenz der Filmetappen sichergestellt hat. Internationale „Dritte-Welt“ – Organisationen, die hauptsächlich mit Kindern in Verbindung stehen, wie AVINA und UNICEF sehen in dem Projekt reale Chancen für lokale Aktionen und weltweite Kommunikation. Die Allgemein-gültigkeit der „Bedeutung der Kindheit“ als Filmthema unterstützt einen universellen Dialog mit einem generellen und mulikulturellen Publikum.
• Abschluss Studium in Sozialer Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung an der Kath. Universität zu Salvador. Spezialisierung in den audiovisuellen Bereichen: Film und TV-Produktion und Planung. • Saint Martin´s College of Visual Arts – London (2004) •„Advanced Filmmaking“ - London City University (2004) (Internationale Co-Produktionen und Entwicklung von Projekten für Kino und Fernsehen) • Internationales Gremium der europäischen audiovisuellen Unternehmer (International Board of European Audiovisual Entrepreneurs) – Portugal (2003) • João Rodrigo Mattos arbeitete 13 Jahre in vielfältigen Genres der audiovisuellen Produktion in Brasilien, Portugal, Spanien und England. • Er arbeitete als Regieassistent für Regisseure wie Manoel de Oliveira, Mika Kaurismäki, Edgard Navarro und andere. “Trampolim do forte” das Sprungbrett, sein erstes Spielfilmprojekt, ist Gewinner des „Globo Film Award“ für Drehbuchentwicklung 2006 und des „low-budget fiction feature films contest“ (Low-Budget-Spielfilm-Wettbewerb), verliehen vom „Department of Culture of Brazil“ - 2007.
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